Veranstaltungshöhepunkte

Stiftsforum Jauernick – Oasen im Osten

Von seinem Selbstverständnis her versteht sich das Sankt-Wenzeslaus-Stift als Mutmach-, Inspirations- und Dialogort und so musste zur Premiere unseres neu entwickelten Formats „Stiftsforum Jauernick“ für den 4. Februar 2026 jemand gefunden werden, der genau diese Attribute vertritt und lebt. Damit lief es zwangsläufig darauf hinaus, Frank Richter einzuladen, der sein im Jahr 2025 im Benno-Verlag veröffentlichtes Buch „Oasen im Osten – Entdeckungen in den neuen Ländern“ mitbrachte, daraus las und sich den Fragen des Publikums stellte. Dies bestand aus gut 30 Lese- und Diskussionsfreunden, die trotz erschwerter Rahmenbedingungen den Weg nach Jauernick fanden. Zum einen lockte zeitgleich konkurrierend im Görlitzer Kulturforum Neue Synagoge die kostenlose Brückepreis-Verleihung an den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck und zum anderen hatten die Metereologen vor Eisregen gewarnt, der dann tatsächlich während unserer Veranstaltung die Oberlausitz in eine gefrorene Glitzerfläche verwandelte. Im Kamingewölbe des Stifts aber wurde niemand aufs Glatteis geführt, zumal Frank Richter vertrauten Boden betrat – hatte er doch als Referent vor ein paar Jahren im Wenzeslaus-Stift an der Tagung „Kirchen im Sozialismus“ mitgewirkt.

Der Abend wird intensiv: Frank Richter bringt sein erfahrungsgetränktes Leben als Autor und Schriftsteller („Hört endlich zu!“/„Gehört Sachsen noch zu Deutschland?“), als Christ (vom katholischen Priester zum evangelischen Ehemann), als `89er-Revolutionär (von der Dresdner „Gruppe der 20“ zum Bundesverdienstkreuzträger) und als Demokrat und Politiker (vom Bürgermeisterkandidaten zum Landtagsabgeordneten) in die Befragung Ostdeutschlands sachkenntlich und neugierig geblieben ein. Er, der sich als Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung nicht scheute, erbitterte Weltanschauungslager in Dresden rund um Pegida, Asyldebatten und Bombardierungs-Gedenken auf Dialog zu verpflichten, richtet nun als 65jähriger seinen Blick bewusst aufs Positive. „Man bekommt die Welt nicht besser gemeckert“ zitiert er Mundart aus dem Erzgebirge, weshalb sich Richter für sein Buch auf die Reise durch die neuen Bundesländer macht, um zivilgesellschaftliche Begegnungsorte im ländlichen Raum mit ihren Typen, Stimmen, Räumen und Utopien als Mosaik der Hoffnung festzuhalten. Dafür schreibt er einordnend selbst, lässt Gastautoren wie Freunde zu Wort kommen und transportiert das Nichterzählbare über naherückende Aufnahmen einer sehbehinderten Fotografin. Fünf der zweiundzwanzig Orte stellt er beim Stiftsforum vor.

In Schmirna bei Merseburg ließ die Gemeinde den Kommunisten Karl Völker 1921 ihre Kirche ausmalen. Wunderschön im Ergebnis, aber den Teller des Abendmahls lässt der Künstler mit zeitgenössischem Bezug leer und Jesus Christus sieht aus wie Lenin. In Mühlberg an der Elbe interviewt Frank Richter den süddeutschen Pater Alois, der dort ein Kloster reaktiviert, Kirchenasyl für einen von Islamisten mit dem Tode bedrohten Pakistaner durchsetzt und weiß, dass der vor Ort in Megatonnen abgebaggerte Elbekies nach Dubai für den Bau künstlicher Inseln exportiert wird. In Zgorzelec hört Richter ergriffen das im ehemaligen Stammlager 8A aufgeführte „Quatuor pour la fin du temps“ (Quartett für das Ende der Zeit), welches der französische Kriegsgefangene Olivier Messiaen in karger Lagerhaft angelehnt an die Offenbarung des Johannes komponierte und am 15. Januar 1941 bei klirrender Kälte vor hunderten Mitgefangenen und der deutschen Lagerleitung in einer Baracke zur Uraufführung brachte. Seit 2008 bringen ein deutsch-polnischer Verein und dessen Gedenkstätte immer Mitte Januar das Meisterwerk in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec Jahr für Jahr zur Aufführung. In den 1994 von einem katholischen Pater und einem evangelischen Pfarrer eingerichteten Friedens-Raum der Stille im Nordflügel des Brandenburger Tores lädt er den eher als Lautsprecher bekannten Lokomotiv-Gewerkschafter Claus Weselsky ein, der dort, wo man unter sich nur die U-Bahn rollen hört, seine eigenen Lebensstationen durchreist. Als angekündigt „schönsten Text“ verliest Frank Richter final die Hommage des Liedermachers Hans-Eckkard Wenzel auf das am Peenestrom gelegene 17-Seelen-Flecken Kamp, wo vor dem Torso einer von der Wehrmacht gesprengten Hubbrücke jeden Sommer die Wenzel-Combo einen Tag und eine Nacht lang zum Festival-Tanz aufspielt.

Im sich anschließenden Austausch wird zuerst Richters Kontroverse mit dem Leipziger Dirk Oschmann, dessen Buch „Der Osten – eine westdeutsche Erfindung“ zuletzt für viel Furore sorgte, thematisiert und dann die deutsche Abschiebepolitik, bevor fachkundige Ortsvorschläge für die kommenden Neuauflagen der Ost-Oasen begründungsreich und engagiert aus dem Publikum vorgebracht werden. Was bleibt? Das Buch wirbt mannigfaltig und leidenschaftlich für eine gestaltbare Gesellschaft, die Beteiligung und Gemeinschaft genauso als zentrale Konstruktionselemente von Demokratie erfordert, wie kandidieren, opponieren und Konflikte bearbeiten – von ehedem das zu Hause von Frank Richter. Der mit einem gemeinsamen Abendsegen von Prälat Birkner in die Signierstunde entlassene Autor hatte es dem langen Beifall der Forumsteilnehmer zufolge (wieder einmal) geschafft, die Eingangs genannte Trias aus Mut, Inspiration und Dialog zu erzeugen und zu teilen.

Wenzeslaus-Team spendet für regionale Jugendarbeit

Am 28. November 2025, dem Eröffnungstag des Schlesischen Christkindelmarktes, nutzte das Team des Sankt-Wenzeslaus-Stifts die Aktion „17 Tage | 17 Essen | 17 Uhr“ für eine adventliche Spendenaktion. Mit dem hauseigenen Boni-Bus war das dick einpackte Team zunächst auf den Görlitzer Untermarkt gerollt, um das Aktionszelt für den Publikumsansturm mit allerlei köstlichen Zutaten und natürlich der Spendenkasse zu bestücken. Als Antwort auf die klirrende Kälte bereitete die Stiftsküche dann ein herzhaftes Süßkartoffel-Sellerie-Cremesüppchen mit Nuß-Topping und Kürbiskernöl zu, ergänzt durch Wenzel-Hausbrot und gestrudelte Quarkcreme mit Kürbis-Mango-Mus. Als die Töpfe ausgekratzt waren, konnten stolze 675,92 € gezählt werden. Der Erlös kommt dem Christlichen Kinder- und Jugendverein „einer für alle e.V.“ aus Görlitz zugute – eine frohe Botschaft, die noch vor Ort von Hausleiterin Dorothea Grund an Susanne Stäbler als Vereinsvertreterin überbracht werden konnte. Ein herzliches Dankeschön an alle, die gekocht, gespendet und mitgenossen haben!

Es ging ums Eingemachte – Praxis-Seminar „Wintervorräte“

Geleitet von Gabi Kretschmer, Umweltbeauftragte des Bistums Görlitz, und bezuschusst durch die Katholische Erwachsenenbildung Sachsen (KEBS) fand Anfang November 2025 im Sankt-Wenzeslaus-Stift in Jauernick ein weiteres Seminar unter dem Titel „Achtung Schöpfung!“ statt. Dem Angebot gefolgt waren Familien mit Kindern, Großeltern mit Enkeln und Ehepaare, so dass es mit den beiden Referentinnen 24 Personen waren, die sich mit Kopf, Herz, Hand und vor allem dem Magen auf den Winter vorbereiteten.

Garniert von Vorträgen und Kurzdokus ging es dann ein Wochenende lang sprichwörtlich „ums Eingemachte“. Sauerkraut hobeln, Äpfel schneiden für den Apfelsaft, Teekräuter sammeln, Brotaufstriche kreieren, Sauerkraut stampfen, Kimichi fermentieren, Hummus mixen und immer wieder abschmecken, auffüllen, abkochen, einwecken und beschriften, so dass die Erkenntnise und Einsichten unabhängig vom Alter über die Handarbeit zur Kopfsache im besten Sinn wurden.

Nachdem in der Abschlussrunde alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Seminar-Erkenntnisse im Rahmen eines „Wasser des Lebens-Ritual“ zusammengeschöpft hatten, fasste Gabi Kretschmer die Tage im Wenzeslaus-Stift aus fachlicher Perspektive so zusammen: „Der Sinn des Wochenendes bestand vor allem darin, bewusst darauf zu schauen, was wir zu uns nehmen: gesund, nachhaltig, saisonal und regional. Alles fertig einzukaufen wäre selbstverständlich einfacher, aber die Produkte selbst herzustellen bereitet Freude und erzeugt ein gutes Gefühl intensiven Lebens und miteinander Erlebens.“

In einem katholischen Bildungshaus ist der inhaltliche Bezug von Ernährung, Bevorratung, Familie und Glauben angesichts der weltumspannenden Gebetszeile „Unser tägliches Brot gib uns heute“ unmittelbarer kaum denkbar. Deshalb waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor und nach den Kurseinheiten zu Andachten oder Besinnung über Musik eingeladen. „Vorrat halten“ ist nicht nur für „schlechte Zeiten“, sondern positiv übertragbar auf Vertrauen und Liebe zu Familie, Freunden, Spiritualität und Schöpfung selbst. Fortgesetzt wird die Achtung Schöpfung-Reihe im Jahr 2026 mit Exkursionen, Schöpfungstagen und Seminaren.

25 Jahre Filmbesinnungstage – Bildungsarbeit mit Jubiläum

Anfang Juli 2025 versammelten sich im Sankt-Wenzeslaus-Stift 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer Bildungsveranstaltung, die unter dem Titel „Filmbesinnungstage“ seit einem Vierteljahrhundert in Sachsen und darüber hinaus ihr Publikum findet. Hauptverantwortlich für diese Kontinuität ist als Spiritus Rector der Leipziger Pfarrer Thomas Bohne, der als Mitglied der Katholischen Filmkommission und als katholischer Seelsorger die Zwei- und Mehrdimensionalität von Film und Leben gleichermaßen beherrscht. Fachlich unterstützt wurde er bei dem von der Katholischen Erwachsenenbildung Sachsen (KEBS) bezuschusstem Kurs von Michaela Rehor, die in Bautzen am WITAJ-Sprachzentrum der „Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V.“ für Projekt- und Filmarbeit verantwortlich ist.

Thomas Bohne erinnert sich: Im Jahre 2000 ging es im damaligen Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz (Bautzen) mit den Filmbesinnungstagen los. Alles begann mit nur 5 Teilnehmenden – später gab es bisweilen Wartelisten – jetzt beim 25-jährigen Jubiläum waren wir 15. Das ist für die „langen Tage“ (Mittwoch bis Sonntag) eine gute Zahl. Denn: Wenn man sich im Arbeitsprozess befindet, müssen zwei Tage Urlaub genommen werden.

Methodisch-geistlich knüpfen die cineastischen Besinnungstage an die Filmexerzitien des katholischen Schwarzwald-Gemeindepfarrers Michael Graff an, der freimütig bekannte „aus ernsthaften Filmen andächtiger hervorzugehen als aus mancher Predigt“. Graff hatte 1992 den Speisesaal eines ehemaligen Benediktinerklosters zur „Subiaco“ (Einsiedlerhöhle des Benedikt von Nursia) erklärt und mit dem auf Kissen und alten Sofas platzierten Publikum eine christlich geprägte Filmkunstarbeit bis hin zum dort heute noch laufenden Kino-Regelbetrieb entwickelt. Dass Kirche und Filmlandschaft eng korrespondieren, dokumentiert nicht zuletzt auch das seit 1992 vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz jährlich realisierte Kurzfilmfestival „Augenblicke“.

Noch einmal Pfarrer Bohne: Das Besondere dieser Filmbesinnungstage: Es gibt immer ein Thema – aktuell: „Vergangenheit – damals war gestern heute“. Wir beginnen gewöhnlich am Mittwochabend mit einem Film, wobei am Abend der neue Tag bereits beginnt. Denn nach jüdisch-christlicher Tradition liegt der Tagesbeginn immer schon auf dem Abend davor. Bei den Filmbesinnungstagen steht für jeden Tag ein Unterthema, diesmal am Hauptthema orientiert: Vergangenheit als Zeit …der Aufarbeitung; …des Überlebens; …der schmerzlichen Erinnerung und …der Zukunft. Aber noch eine Information ist wichtig: Die Filme an den einzelnen Tagen werden immer erst kurz vor dem Anschauen bekannt gegeben – der Grund, das Thema ist wichtig – und an „zweiter Stelle“ folgt der Film. Denn es sind in erster Linie geistliche Tage, welche eine thematische Ausrichtung haben.

Konkret gezeigt, diskutiert und reflektiert wurden die Spielfilme „Der Fuchs“, eine soldatische Mensch-Tier-Parabel aus dem Zweiten Weltkrieg, „Die Fotografin“, die Filmbiographie der amerikanischen Kriegsberichterstatterin Lee Miller, und „Des Teufels Bad“, eine erschütternd-morbide Glaubenskrise im bäuerlichen Oberösterreich vor 200 Jahren.

Weiter geht’s, wenn am Vormittag (nach Morgengebet und Frühstück) über den Film vom Abend gesprochen und vor dem Mittagessen in einem Gottesdienst – wir feiern immer Heilige Messe – das Thema auch geistlich vertieft wird. Am späteren Nachmittag (gegen 16.30 Uhr) gibt es quasi eine thematische Abschlussrunde mit Kurzfilmen oder kleinen Erzählungen oder Musik.

Derartig eröffnen die Filmbesinnungstage immer wieder neu Räume für bilderreiches Denken und gesellschaftspolitischen Austausch – aber auch Raum für Stille, Gebet, Gespräch, Meditation und Gottesdienst mit der Möglichkeit zu Besinnung und persönlicher Einkehr. Wir werden wieder kommen, schrieb Thomas Bohne im Nachgang, denn im Sommer lädt das Wenzeslaus-Stift mit seinen gewölbehaften Räumen zum „kühleren“ Anschauen und Austausch geradezu ein.

Stattfinden werden die Filmbesinnungstage vom 1. bis zum 5. Juli 2026. Auf dem Programm steht dann auch eine Exkursion ins unweite Görlitz. Schließlich schrieb Weltstar Kate Winslet („Titanic“ und o. g. „Die Fotografin“) bei den Dreharbeiten in den Altstadtgassen der Europastadt Filmgeschichte – für ihre Darstellung der Hanna Schmitz in „Der Vorleser“ wurde sie mit einem Oscar ausgezeichnet.

An der Nase herumgeführt – Sankt Wenzeslaus-Stift startet Seminar-Reihe

Bezuschusst durch die Katholische Erwachsenenbildung Sachsen (KEBS) startete das Sankt-Wenzeslaus-Stift in Jauernick Ende Juni 2025 mit einer dreiteiligen Seminar-Reihe unter dem Titel „Achtung Schöpfung!“. Die Konzeption und Durchführung liegt in den Händen von Gabi Kretschmer, die als Umweltbeauftragte des Bistums Görlitz vielfältige Bildungsveranstaltungen zur ökologischen Umkehr und christlichen Schöpfungsverantwortung initiiert.

Das Auftaktseminar „Pflegen und Heilen mit Kräutern und Duftstoffen“ versammelte 12 Teilnehmerinnen, die mit zwei Fachreferentinnen in einem Arbeitszyklus Kräuter bestimmten, sammelten, verarbeiteten und anwendeten. Den historischen und zeitgenössischen Kontext, der sich dabei über die in Handarbeit produzierten Aromen, Öle und Speisen erschließt, beschreibt eine Teilnehmerin so: „Wir haben viel über deren körperliche Wirkungen auf die Gesundheit erfahren und selber Handmassagen durchgeführt. Ein Highlight war der Besuch des Lavendelfelds bei Görlitz, wo eine neue Art der Landwirtschaft aufgebaut wird. Und wir haben mit den Lehren der Hildegard von Bingen den Bogen gespannt zu den spirituellen Wirkungen der Kräuter und Düfte.“

Lernen im Tagungshaus des Bistums Görlitz heißt immer auch gemeinsam und miteinander lernen. Dem weiteren Bericht der Teilnehmerin folgend, wurden die Frauen wohl nicht nur an der Nase herumgeführt, sondern steckten sprichwörtlich die Nasen auch gut zusammen: „Das alles in einer sehr facettenreichen Gruppe von 12 Frauen (schade, dass kein Mann dabei war), die im Lauf von drei Tagen zueinander fanden. Für dieses Seminar war uns das St. Wenzeslaus Stift in Jauernick eine Herberge, die nicht nur wunderschön gestaltet und gelegen ist, sondern mit ihrer gastfreundlichen und herzlichen Belegschaft im christlichen Umfeld den rechten Rahmen gab. Herzlichen Dank allen Veranstaltern für diese wohltuende Erfahrung, die im Alltag weiterträgt!“

Fortgesetzt wird die Seminar-Reihe mit dem Kurs „Wintervorräte in der heimischen Küche“ vom 7.-9. November 2025.

Schwestern der Ancillae-Gemeinschaft feiern 50. und 60. Professjubiläum

Die Ancillae (lat. „ancilla“, im Deutschen „Magd“) wurden 1946 von Maria Perpetua Radlmair in der Diözese Augsburg gegründet und sind bereits seit 1957 in Ostdeutschland ansässig. 1971 erhielt die Frauengemeinschaft vom Vatikan die offizielle Anerkennung als Säkularinstitut. Die Ancillae, die nach den evangelischen Räten (Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam) leben, sehen ihre Sendung darin, dem Heilswillen Gottes vorbehaltlos zu dienen. Leitbild und Vorbild ihres Lebens in der Nachfolge Christi ist für sie die Gottesmutter Maria. Aus ihrem Ja-Wort wählte das Institut seinen Namen. Durch Gebet, Zeiten der Stille und ständige spirituelle Erneuerung schöpfen die Mitglieder die Kraft, in der Welt von der Liebe Gottes zu allen Menschen Zeugnis zu geben.

Aktuell leben Ancillae in Deutschland – im Bistum Augsburg und in den ostdeutschen Bistümern – sowie in Indien. Sie leben solidarisch mit anderen Menschen, allein, mit Verwandten oder in kleinen Wohngemeinschaften. Im Rahmen der regelmäßigen Zusammenkunft im Sankt-Wenzeslaus-Stift wurden in diesem Jahr die 50. und 60. Professjubiläen (Ablegung des Ordensgelübdes) von drei Schwestern gefeiert. Zudem gibt es ein Dutzend Frauen, die ohne Gelübde die Spiritualität der Gemeinschaft mitleben und den Ancilla-Kreis bilden.

Jubiläen der Ancillae-Schwestern

Ein kleiner Rückblick zum Karrieretag am Samstag, 21.10.23, in Markersdorf

Auf dem Firmengelände der Firma Brewes waren wir, Sylvia Baensch, Birgit Lohan und Dorothea Grund, mit einem Info-Stand, von 10-16 Uhr präsent. Die Besucherzahl hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen, was sicherlich auch mit dem schönen Herbstwetter zu tun hatte.

Wir sind mit verschiedensten Firmen, Familien und vielen Mitarbeitern der teilnehmenden Aussteller ins Gespräch gekommen, haben von Jauernick, dem mitältesten Ort der Oberlausitz, unserem Bildungshaus, unseren Kursangeboten, unseren Veranstaltungsangeboten, Tätigkeiten und Personal gesprochen. Herr Hubert Preißler hat uns einen großen TV zur Verfügung gestellt, damit konnten wir Bilder des Hauses und von Veranstaltungen zeigen.

Hausgebackenen Kuchen und frisch gekochten Kaffee haben wir angeboten und um eine Spende für die Jauernicker Stiftskirche gebeten. Dazu hat uns die Pfarrei das Kirchenmodell zur Verfügung gestellt. Nachmittags durften wir sogar Michael Kretschmer begrüßen und er dankte uns, dass auch wir uns in der Gemeinde Markersdorf engagieren.

Ein gelungener Tag!


Biker der Bundespolizei auf Wallfahrt 5. Juni 2023

Etwa 45 Biker mit ihren Maschinen gaben ein eindrucksvolles Bild im sonst beschaulichen Ort Jauernick-Buschbach ab. Die Zweiradfreunde der Bundespolizei nahmen an der Biker-Wallfahrt der Bundespolizeidirektion Pirna teil und machten Jauernick von Freitag bis Sonntag zum Ausgangsort für verschiedene Ausflüge. Vorbild für die Biker-Wallfahrt der Bundespolizei waren die Wallfahrten der Kollegen im bayerischen Altötting. Das Zusammenkommen im Osten Deutschlands fand das sechste Mal statt. Bei diesem gemeinschaftsfördernden Treffen waren Zweiradliebhaber aller Konfessionen sowie nicht konfessionell gebundene dabei, um den Segen Gottes zu erbitten und die Gemeinschaft untereinander zu stärken.

Pfarrer Dr. Andrzej Malachowski, katholischer Seelsorger der Bundespolizei und selbst auch begeisterter Motorradfahrer, organisierte zusammen mit Christine Hannemann die Wallfahrt. Am Samstag begann der Tag mit einer Andacht in der Stiftskirche. Dabei dankten alle für die bisher unfallfreien Fahrten und gedachten auch aller im Straßenverkehr tödlich verunglückten Motorradfahrer und Verkehrsteilnehmer.

„Alle eure Dinge lasst aus Liebe geschehen!“

Im Anschluss an die Andacht versammelten sich die Biker im Hof des Sankt-Wenzeslaus-Stiftes. Der Landesverband der evangelischen pfälzischen Posaunenchöre, der dieser Tage ebenfalls zu Gast im Haus war, gestaltete die Andacht und Segnung im Hof musikalisch mit.

Mit dem Segen Gottes und dem Beistand des heiligen Christophorus machten sich die Biker auf zu einer 300 KM langen Tagestour in Richtung des Dreiländerecks nach Böhmen, bis nach Melnik und erlebten eine abwechslungsreiche Landschaft und spannende kurvenreiche Straßen.